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Interview mit Dr. Barbara Schütz

Eine sichere und lückenlose Medikamentenversorgung ist für Patienten nach dem Spitalaustritt von zentraler Bedeutung. Doch nicht nur Patienten und Mitarbeitende aus dem Spital haben die Möglichkeit, bei uns in der Publikumsapotheke einzukaufen, sondern auch alle anderen Kunden sind jederzeit willkommen.

Die «Apotheke im Spital» des Kantonsspitals sorgt dafür, dass die Behandlung nahtlos weitergeführt werden kann, bis der nächste Arzttermin stattfindet. Das fachkundige Rüsten und Beschriften der Medikamente, sorgfältige Rezeptkontrollen sowie ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen zeichnen das engagierte Apothekenteam aus.

Dr. sc. nat. Barbara Schütz leitet die «Apotheke im Spital» und prägt mit ihrem Fachwissen und ihrer Umsicht die Qualität dieser wichtigen Dienstleistung. In diesem Interview gibt sie Einblicke in ihre verantwortungsvolle und vielseitige Arbeit und zeigt, wie wesentlich die «Apotheke im Spital» für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten ist.


Wie lange arbeitet Barbara Schütz bereits im Spital und was motiviert sie über diese lange Zeit hinweg?

Die Apotheke selbst ist seit rund fünfeinhalb Jahren geöffnet und Barbara Schütz arbeitet seit knapp sechs Jahren hier, da vor der Eröffnung viel Vorarbeit geleistet werden musste. 

Was ihr sehr grosse Freude bereitet, sind die vielen Kundenkontakte, «mit den Glarnern», meint sie. Ausserdem findet sie es sehr spannend, dass im Spital mit Menschen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen gearbeitet wird und untereinander ein guter Kontakt herrscht. «Mä kännt sich», wie Barbara sagt.
 

Was gehört zu den täglichen Aufgaben einer Apothekerin in der Publikumsapotheke? Welchen Herausforderungen begegnet sie im Alltag?

Dazu gehören Rezepte ausführen und Rezepte kontrollieren, welche ihre Pharma-Assistentinnen ausführen. Zudem meint Barbara Schütz, dass sie und ihr Team in unserer Publikumsapotheke viel mit der Lagerbewirtschaftung zu tun haben. Eine grosse Herausforderung ist, dass das Lager sehr klein und dicht ist, das heisst es gibt wenig Platz und es muss ständig optimiert werden.

Eine weitere Herausforderung ist es, dass immer wieder Veränderungen aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben vorgenommen werden müssen, beispielsweise kann dies der Fall sein bei der Herstellung, bei der Dokumentation oder bei der Verrechnung an die Kranken- oder Unfallkasse. «Man muss sich immer wieder den neuen Gegebenheiten anpassen» erklärt Barbara, denn es gibt sehr viele Vorschriften, die eingehalten werden müssen.»
 

Welche Eigenschaften sollte eine gute Apothekerin mitbringen?

Apothekerinnen sollten Empathie besitzen, das heisst also mit dem Kunden / Patienten mitfühlen können. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Fähigkeit, die Kundenbedürfnisse zu erfassen und entsprechend darauf einzugehen. «Kunden dürfen ausreden und ihr Anliegen bis zum Schluss erläutern, auch wenn bereits ein vermeintlicher Eindruck besteht, dass klar sein könnte, worum es geht. Jeder Mensch ist anders. Dadurch gewinnen Kunden Vertrauen und fühlen sich ernst genommen», erläutert Barbara.

Was hat Sie persönlich dazu bewegt, den Beruf «Apothekerin» zu erlernen?

Barbara Schütz' Weg wurde von ihrer Familie bereits früh in Richtung  Wissenschaft gespurt. Aber auch die Verbindung zwischen Pflanze und Mensch hat sie dazu bewegt, sich schlussendlich für den Beruf als Apothekerin zu entscheiden. Sie findet es faszinierend, welche Bedeutung Pflanzen für uns haben können. Mit dieser Aussage meint sie nicht nur die Pflanze als Wirkstoff, sondern die Pflanze als Ganzes.
 

Was erfüllt Sie als Apothekerin am meisten?

Als Apothekerin im Spital erfüllen sie die Menschenkontakte am meisten. Für sie ist es wichtig, dass man gegenseitig Vertrauen aufbaut. Sie findet es immer wieder schön und bereichernd, wenn Kunden auch nach ihr fragen.
 

Gibt es etwas Besonderes, welches Sie mit uns teilen möchten?

So freut sie sich auch, wenn Kunden ihr ab und zu etwas aus ihrem Privatleben erzählen – dadurch steht nicht immer die Krankheit im Vordergrund. Auch, dass sie einen gewissen Anteil an der Gesundung der Menschen haben kann, erfüllt Barbara sehr, denn es gehört mehr dazu, als nur das Medikament und die Dosiermenge an den Patienten weiterzugeben. Es freut sie, wenn Patienten merken, dass sich die Mitarbeitenden in der Apotheke Zeit nehmen für sie.
 

Was ist, aus Ihrer Sicht, der Hauptgrund für die gute Harmonie im KSGL?

Nach Barbaras Meinung sind die vielen Kontakte mit den verschiedensten Berufsgruppen ein Teil davon. Ausserdem weiss sie, wie sie intern schnell einen Arzt oder eine Spezialistin erreichen und eine Frage klären kann. Sie sagt, von der Kommunikation her sei Vieles viel einfacher, «da sich alle kennen».
 

Was machen Sie in Ihrer Freizeit als Ausgleich zur Arbeit?

Als Ausgleich geht Barbara im Winter gerne auf Skitouren und im Sommer geht sie gerne wandern oder «z Berg» – sie wandert gerne «knifflig», so dass nicht immer direkt klar ist, wo der Wanderweg ist. Gerne geht sie auch auf schwierige Touren – teilweise mit einem Bergführer. Ebenfalls geht sie gerne an einen See oder ans Meer oder sie verbringt Zeit mit ihren weiteren Hobbies Yoga, Lesen und Stricken.

Das Interview wurde durch unsere KV-Lernende Angelina geführt.
 

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Dr. sc. nat. Barbara Schütz, Apothekerin und Geschäftsführerin «Apotheke im Spital»

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